Website schnell nachts selbst geschrieben – passt nicht zum Qualitätsanspruch.
Sechzehn Produkte, über zwanzig Seiten, und niemand im Haus, der die Zeit hatte, sie zu schreiben.
Die Georg Soller Unternehmensgruppe gibt es seit 1951, heute in dritter Generation. Über zehn Vollzeitmitarbeiter, Absicherung für Unternehmer und ihre Mitarbeiter, dazu Immobilien und Consulting in der Holding. Ein Haus mit über siebzig Jahren Substanz.
Georg hat die Firma vom Einmann-Betrieb zum lokalen Marktführer für betriebliche Versicherungen aufgebaut.
Und wie es so ist, machte er eben doch noch sehr viel selbst – „nachts um 10, mit ner Flasche Rotwein“.
Was dabei rauskam, entsprach natürlich nicht seinem hohen Qualitätsanspruch.
„Setze ich mich drei Nächte hin, kann ich doch besser. Das Ende vom Lied ist: du bringst irgendwas aufs Tableau, aber das entspricht nicht dem, wie es sein soll. Zusätzlich ist deine Zeit weg. Und am Ende hast du noch den nervlichen Hintergrund, dass du sagst: nee, hab keinen Bock mehr, das zu überarbeiten."
Der Anspruch war auf Technik geschrumpft.
Mobil gleich aussehen, Buttons funktionieren. Mehr stand nicht auf der Liste.
Zeit war die knappste Ressource.
„Das machen wir irgendwann, wenn wir Zeit haben. Zeit hast du nie.“
Über zwanzig Seiten für sechzehn Zielgruppen, ins CRM eingepflegt – fertig in drei Wochen.
Von Georg kamen die Historie und ein paar Bullet Points. Alles andere habe ich recherchiert und geschrieben.
Der Auftrag war ein Textauftrag. Über zwanzig Seiten in zwei bis drei Wochen, für sechzehn Zielgruppenprodukte, von der Firmenabsicherung bis zur privaten Vorsorge. Was ich dafür von Georg brauchte, war wenig: die Historie des Hauses und ein paar Bullet Points, welches Produkt für wen gedacht ist.
Die Tonalität war die eigentliche Arbeit. Ein Haus seit 1951 auf der einen Seite, ein Eigentümer, der schnell entscheidet und Klartext redet, auf der anderen. Diese Mischung musste durch alle sechzehn Produkte tragen, ohne bei der privaten Vorsorge plötzlich anders zu klingen als bei der Firmenabsicherung.
Dann kam die Struktur dazwischen. Beauftragt war ich für Texte, nicht für den Seitenaufbau. Nur trug die Struktur, die vom vorherigen Dienstleister übrig geblieben war, die Texte nicht. Ich habe sie trotzdem angefasst, weil ein guter Text in einer schlechten Struktur wirkungslos bleibt.
Vom Baukasten-Auftritt zum Feedback „hochprofessionell“.
Georg fährt Meta-Ads. Wer nicht sofort klickt, googelt ihn und landet auf der Website. Dort entscheidet sich, ob ein Gespräch zustande kommt.
Georg macht viel über Meta-Ads. Wer darauf reagiert, teilt sich in zwei Typen. Der eine trägt sich direkt ein. Der andere googelt erst, schaut sich um, landet irgendwann auf der Website und entscheidet dort in wenigen Sekunden, ob das ein ernstzunehmendes Haus ist.
Genau dieser zweite Typ war vorher das Problem. Georg beschreibt seinen Blick auf die alte Seite ungeschminkt: „dann sieht er: wieder so einer. Mal schnell hingezimmert.“
Heute findet derselbe Besucher drei Wege durch dieselbe Seite. Lesen, ein Video schauen, oder einen Knopf drücken und persönlich beraten werden. Über alle sechzehn Zielgruppen hinweg gleich aufgebaut, gleich klingend.
„Das war letzten Endes so, wie man es sich wünscht. Wie eine Amazon-Bestellung: Original Apple Silikon, schwarz. Die kommt am nächsten Tag, du steckst dein Handy rein, das passt, und denkst dir: geil, läuft einfach. Und genauso war es bei dir auch."
Georg schreibt keine Nacht mehr an seinen Texten. Und würde den Preis wieder zahlen.
Was bleibt, ist ein Auftritt, den er ohne Erklärung vorzeigen kann.
Der Teil, der im Alltag zählt, ist der zurückgewonnene Abend. Kein Anlauf mehr um elf Uhr nachts, kein halbfertiger Text, der drei Wochen später immer noch nicht sitzt. Georg liefert die Fachinhalte, das Schreiben liegt woanders.
Der andere Teil kommt von außen zurück. „Reihenweise das Feedback: hey, das sieht ja hochprofessionell aus.“ Für ein Haus, das seit 1951 über Empfehlung wächst, ist das der Unterschied zwischen einer Seite, die man weiterschickt, und einer, über die man lieber nicht spricht.
1,5 Stunden
Aufwand auf Kundenseite
für einen kompletten Auftritt über 16 Zielgruppenprodukte. Georg blieb im Tagesgeschäft.
0
Korrekturschleifen
„De facto null“, sagt Georg. Bis auf fachliche Details saß der Text beim ersten Mal.
Über den Preis hat Georg von sich aus gesprochen, ohne dass ich danach gefragt hatte: „Wenn das das Ergebnis ist, so wie es jetzt ist, dann zahle ich auch gerne einen Preis.“ Das ist der Satz, an dem sich zeigt, ob eine Zusammenarbeit funktioniert hat.